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Biologische Biotoppflege und NaturschutzKulturlandschaftpflege und –entwicklung mit Tieren ist eine neue, junge Strategie im Naturschutz. Wissenschaftlich untermauerte Erkenntnis ist, dass gut organisierte Extensivweideprojekte einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leisten können. Eigentlich führt eine extensive Beweidung immer zu einer signifikanten Erhöhung der Biodiversivität, das heißt der Artenvielfalt. Und meist profitieren sogar extrem selten gewordene Arten, die so genannten Rote-Liste Arten, besonders von den Weideeffekten. Dazu gehören die Verbreitung von Samen und Früchten durch die Weidetiere oder das Freilegen von offenen Bodenstellen, wo dann die Samen erst zum Keimen kommen können. Besonders wichtig ist der Kot der Weidetiere und dieser muss frei von Medikamenten sein. Dann entwickelt sich in den Exkrementen eine reiche Insektenwelt, von der wiederum viele Vogelarten profitieren. Beweidung als Pflegmaßnahme kann nicht mit der Wiesenpflege, wie sie im Rahmen des Vertragsnaturschutzes durchgeführt wird verglichen werden. Nutztiere, verwilderte Nutztiere oder auch Wildtiere sind keine Kuschelobjekte. Ihre Haltung verlangt gründliches Wissen und Erfahrung im Umgang mit Tieren. Rassen und BeständeAueroxen (Heckrinder) Der Tarpan – Europäisches Wildpferd Wasserbüffel Auf den renaturierten Flächen können die Rückzüchtungen von Tarpan und Auerochse gemeinsam mit den Wasserbüffeln vor unseren Augen ihre Verhaltensweisen zeigen und ein kleines Stück ursprüngliche Spreeaue wieder neu entstehen lassen. Die Besatzstärke liegt bei 0,4 bis 0,6, maximal 1 Großtier je Hektar. Durch diese großen Pflanzenfresser sollen im begrenzten Umfang halboffene Weidelandschaften und lichte Wälder geschaffen werden. Rinder und Pferde ergänzen sich in Ihrem Graseverhalten. Rinder selektieren anders und beanspruchen die Grasnarbe durch Verbiss und Tritt gleichmäßiger und wirken dadurch den negativen Folgen der selektiven Beweidung durch Pferde entgegen. Mischbeweidung verringert den Anteil des verschmähten Aufwuchses, weil die durch Exkremente der Pferde verursachten Geilstellen von den Rindern gefressen werden und umgekehrt. Wasserbüffel schaffen durch ihr Suhlen Vernässungsmulden, neue Lebensräume für Insekten und Amphibien. Durch diese Pflege der Auenwiesen werden die Lebensbedingungen für die Amphibien und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Brut von Wiesenbrütern verbessert. Bei uns sind das im Wesentlichen Wiesenpieper, Schafstelze und Braunkehlchen. ZertifikatKlicken Sie auf das Bild um sich das Zertifikat als PDF zu laden. |
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