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Schnee und Kälte haben die Spreeaue fest im Griff


Unsere Lokalzeitung hat unlängst geschrieben, dass wir momentan einen der kältesten Winter dieses Jahrhunderts erleben. Der Winter 1978 wird wieder gegenwärtig. Vieles was wir in den letzten Jahren geschaffen haben, wird einer harten, natürlichen Prüfung unterzogen. Bewährt hat sich, dass wir in unseren Mutterkuhställen in den letzten Jahren alle Tränkwasserleitungen frostsicher verlegt und beheizbare Tränken eingebaut haben. Hier gab es trotz klirrender Kälte keine Ausfälle.


Nach unserer Ansicht kommen die Wasserbüffel nicht ganz so gut mit der lang anhaltenden Kälte klar. Wir mussten den Verlust einer Kuh beklagen, die zweimal in den Graben gegangen ist und am zweiten Tag nur noch tot geborgen werden konnte. Wir haben die Herde sicherheitshalber in den Stall genommen. Jetzt liegen sie von „Totti“ bewacht im Stroh und genießen den Aufenthalt im Winterquartier. Sobald die Flächen wieder schneefrei sind und der Dauerfrost aufgehört hat, kommen unsere sanften Riesen wieder auf die Koppel. Auf jeden Fall hat uns der Verlust der Wasserbüffelkuh zu denken gegeben.


Unsere Aueroxen kommen mit dem klirrenden Frost gut zurecht. Wie die Wasserbüffel bekommen sie, seitdem wir eine geschlossene Schneedecke und Frost haben, Heu zugefüttert. Sie haben sich gemeinsam mit den Tarpanen an der Tränke ein Loch eisfrei gehalten, wo sie saufen können. Unsere Kollegin, Frau Schulze, unterstützt sie dabei. Es ist schön auch in dieser Zeit das Interesse vieler Cottbuser an unseren Tieren zu spüren. Immer wieder erhalten wir Fragen und Hinweise, die zeigen, dass viele Menschen sich für unsere Tiere und ihr Wohlergehen interessieren.

2008, ein für uns erfolgreiches Jahr, neigt sich dem Ende.


Wir bedanken uns auf diesem Weg bei unseren Partnern, Freunden und Förderern für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr.

Wir wünschen Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familie und einen guten Start in das neue Jahr.

Winterweide


Unsere Aueroxen, Tarpane und Wasserbüffel bevorzugen im Frühjahr und zu Beginn des Sommers die saftigsten und schmackhaftesten Pflanzen. Die weniger beliebten Arten meiden sie zunächst. Im Herbst und besonders in der Zeit von November bis März fressen sie auch Brennnesseln, Kratzdisteln und Binsen.

Unsere Tiere sind ausgesprochen widerstandsfähig gegen Klimaeinflüsse, Witterungsunbilden und Krankheiten.

Auf Grund ihrer Anspruchslosigkeit und der Fähigkeit auch minderwertiges Futter zu verwerten sichern die Tiere, dass Brennnesseln, Kratzdisteln und Binsen auf den extensiven Weideflächen nicht die Überhand gewinnen und die Strukturvielfalt vergrößert wird. Eine mechanische Weidepflege, wie mähen, schleppen oder walzen würde Erdbaue von Kleinsäugern, Ameisennester und Hochstaudenfluren zerstören und verhindern, dass auf natürliche Art und Weise Junggehölze aufkommen.

Es gibt uns die Chance Wissenslücken darüber zu schließen, wie sich bestimmte Biotope und Bestände mancher Arten unter einem Weideregime entwickeln.

Die Rebhühner haben sich gut verteilt.


Wir beobachten immer wieder kleine Ketten, Familienverbände, mit ca. 6 Rebhühnern, z.B. hinter Döbbrick in Richtung „Nowyne“ oder im „Rolla“ in der Nähe des früheren Agrarflugplatzes.

Im Februar/März werden sich diese Ketten auflösen und die Paarbildung beginnt. Rebhühner leben in Einehe. Geschwisterehen oder Ehen von Elterntieren mit ihren Jungen wurden noch nicht beobachtet. Wir freuen uns heute schon auf den Nachwuchs.

Tourismussaison 2008 ist für uns zu Ende


Die Tourismussaison 2008 ist für uns zu Ende. Seit dem 31.10.2008 ist unser Bio-Imbiss in der renaturierten Spreeaue geschlossen. Wir sind sicher, dass bei schönem Wetter viele Naturtouristen auch in den Herbst- und Wintermonaten auf Ihren Radtouren und Wanderungen in der Spreeaue bei Dissen unsere sanften Riesen und die urigen Auenrinder besuchen.


Wir bedanken uns bei 3.500 Naturliebhabern, die in diesem Jahr auf Ihrer Tour einen Bio-Imbiss bei uns eingenommen haben. Wir werden die Wintermonate nutzen, um im nächsten Jahr Bio-Bockwürste und Bio-Wiener, aus eigener Herstellung, anzubieten. Auch unsere Öffnungszeiten wollen wir von 16:00 auf 18:00 Uhr verlängern. Wir sagen allen unseren treuen Kunden auf Wiedersehen im Jahr 2009, eventuell zum Osterspaziergang, bestimmt aber am 1.Mai 2009.

Nachwuchs bei den sanften Riesen


Unsere Wasserbüffelkühe "Mona" und "Tina" hatten am 27.10.2008 Nachwuchs. Auch "Gitta" hat am 30.10.2008 ein Kalb zur Welt gebracht.

Unsere Wasserbüffelkühe sind inzwischen zur Freude vieler Naturtouristen in der Spreeaue heimisch geworden und haben nun auch hier Ihren ersten Nachwuchs zur Welt gebracht.

„Gloria“ wird es Ihnen bestimmt in den nächsten Tagen gleich tun. Bei einer Untersuchung durch unseren Tierarzt in den letzten Tagen wurden alle vier Wasserbüffelkühe als tragend befunden.

Auswilderung von Rebhühnern


Von den Jägern, die auf unseren landwirtschaftlichen Flächen die Jagd gepachtet haben, wird uns immer wieder Eines bestätigt. Der Bestand an Niederwild, besonders an Hasen und Fasanen, hat sich, bedingt durch unseren ökologischen Landbau, in den letzten Jahren immer mehr stabilisiert.

Vereinzelt gibt es auch Rebhühner, die von den Jägern in den letzten Jahren sporadisch ausgewildert wurden. Um diese Rebhuhnpopulation zu stärken haben wir am 22.09.2008 gemeinsam mit den Döbbricker Jägern 2 Ketten Rebhühner (je 2 Eltern- und 18 Jungtiere) ausgewildert.

Wir wollen diese Aktion in den nächsten Jahren wiederholen, bis der Rebhuhnbestand in unserem Gebiet wieder stabil ist. So wollen wir unserer heimischen Natur etwas zurückgeben, was vielleicht vor Jahren durch eine zu intensive Bewirtschaftung verdrängt wurde.

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